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Humboldt-Universität zu Berlin - Abteilung für Personal und Personalentwicklung

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Stufenweise Wiedereingliederung von Beamtinnen und Beamten in das Arbeitsleben nach längerer Krankheit nach dem "Hamburger Modell"

Die Handhabung des Hamburger Modells unterscheidet sich bei Beamtinnen/Beamten erheblich von der bei Angestellten und Arbeiter(inne)n (Hamburger Modell für Angestellte und Arbeiter).

Das Hamburger Modell ist eine Maßnahme der Prävention zur stufenweisen Wiedereingliederung in das Arbeitsleben bis zur Wiederherstellung der vollen Dienstfähigkeit. Ziele sind die Verkürzung von Krankheitszeiten, das Vermeiden von Rückfällen sowie die Verringerung vorzeitiger Versetzung in den Ruhestand. Liegt dauernde Dienstunfähigkeit vor, ist die Voraussetzung zum Hamburger Modell nicht mehr gegeben.

Das Fernbleiben vom Dienst ist gemäß § 59 Landesbeamtengesetz (LBG) in der ab 01.04.2009 geltenden Fassung (vorher § 36) nur mit vorheriger Genehmigung des Dienstvorgesetzten gestattet. Bei Anwendung des Hamburger Modells ist ein teilweises Fernbleiben vom Dienst auf der Grundlage einer Empfehlung des/der behandelnden Arztes/Ärztin, der eine begrenzte Einsatzfähigkeit als Rehabilitationsmaßnahme bestätigt, gestattet. Der Beamte/die Beamtin gilt während der Dauer des Hamburger Modells grundsätzlich als dienstfähig. Für den Teil, für den Arbeitsleistung nicht erbracht wird, erhält diese/dieser anteilig Dienstbefreiung.

Das Hamburger Modell ist eine der möglichen Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements – bEM.

Zu beachten ist, dass während des Hamburger Modells

  • das genehmigte Fernbleiben vom Dienst keinen Einfluss auf die Zahlung der Besoldung hat,

Ein Rechtsanspruch auf die Durchführung des Hamburger Modells besteht nicht.

Verfahren:
Die Dienstbehörde entscheidet auf der Grundlage eines ärztlichen Attestes, das einen Vorschlag zur stufenweisen Belastbarkeit und zur Dauer der Wiedereingliederung enthalten muss, sowie nach Vorliegen einer Einverständniserklärung der/des Beamtin/Beamten über die Durchführung des Hamburger Modells. Sollten bestimmte Tätigkeiten im Rahmen des Hamburger Modells ausgenommen werden, so muss im ärztlichen Attest besonders darauf hingewiesen werden.

Eine erneute Wiedereingliederung nach Abbruch einer solchen Maßnahme ist vom amtsärztlichen Dienst oder der/dem von der Dienstbehörde bestimmten Ärztin/Arzt zu bestätigen. So soll möglichem Missbrauch vorgebeugt werden.

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